Wie viel wiegt mein Leben- Warum wir bei Magersucht über den Tellerrand schauen müssen

Titel: Wie viel wiegt meine Leben

Autor/in: Antonia C. Wesseling

Verlag: Eden Books

Seiten: 253

Inhalt: Mit 14 Jahren stellt Antonia das Essen ein. Diagnose: MAGERSUCHT. Ihr ganzes leben verändert sich. In diesem Buch beschreibt sie ihren Weg in die Magersucht hinein, mit der Magersucht und auch ihren Weg wieder hinaus in ein „normales“ Leben. Sie gibt Betroffenen und Angehörigen Tipps im Umgang mit der Essstörung und räumt mit gängigen Klischees auf…

Meinung: Ich verfolge „Toni“ schon seid Jahren auf ihrem Youtube Kanal @tonipure und war deshalb natürlich wahnsinnig gespannt… Etwa die erste Hälfte des Buches erzählt Antonia von ihrem Weg in die Magersucht und ihrem Leben mit der Krankheit. Sie berichtet von verschiedenen Therapiestunden und Klinikaufenthalten, aber auch vom Leben in der Schule und der Familie. Zudem gibt sie viele Tipps für Betroffene und Angehörige. Mich haben die Kapitel sehr berührt. Da ich selbst keine Erfahrungen mit Magersucht habe und auch niemanden kenne, der an der Krankheit leidet, fande ich die Infos sehr interessant und war teilweise wirklich geschockt. Besonders gut hat mir gefallen, dass Antonia keine Gewichts- oder kalorienangaben verwendet hat und die Essstörung eben nicht an Zahlen fest macht. Der zweite Teil des Buches handelt von dem Weg raus aus der Krankheit und rein in ein „normales“ Leben. Es werden Themen wie Identitätsfindung, Glaubenssätze, Gefühle, Selbstbewusstsein und noch viele weitere behandelt, die bei Toni zur Essstörung geführt haben, aber mit denen sich gesunde Menschen auf jeden Fall auch identifizieren können. Das hat mir richtig gut gefallen und ich konnte viele spannende Impulse daraus ziehen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und wirkt nicht steif oder langatmig. Antonia erzählt ihre Geschichte trotz des ernsten Themas sehr locker und das Buch ist allgemein wirklich angenehm zu lesen. Immer wieder kommt während des Buches ihre Familie zu Wort und erzählt in „Mama sagt“ oder „Viktoria sagt“ Kästen ihre Meinung und ihre Gefühle in der Zeit. Antonias ehemaliger Therapeut kommt ebenfalls zu Wort und erklärt bestimmte Verhaltensweisen und Symptome noch einmal aus psychologischer Sicht.

Fazit: „Wie viel wiegt mein leben“ ist eine gelungene Mischung aus einer Autobiografie von Antonias Magersuchtszeiten und einem wertvollen Ratgeber aus dem jeder egal ob krank oder gesund etwas mitnehmen kann. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter und vergebe natürlich 5 von 5 Sternen.

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